Mitte Juli durften die Alumni der ZHAW einen ersten Rundgang durch den neuen Chipperfield-Bau des Kunstmuseums Zürich erfahren.

Dieser Neubau ist hohe Kunst

Das Ziel vor bald 20 Jahren ist klar gesteckt: ein Museum für Kunst und Publikum im 21. Jahrhundert zu entwerfen. Am 28. Mai 2002 legen der scheidende Präsident der Zürcher Kunstgesellschaft, Thomas W. Bechtler, Direktor Christoph Becker und Stadtpräsident Elmar Ledergerber Pläne für einen Erweiterungsbau am Heimplatz vor. Nun, mehr als 18 Jahre später, steht die Realisation des Erweiterungsbaus am Zürcher Kunsthaus nach den Plänen von Star-Architekt David Chipperfield kurz vor ihrem Ende.

Noch befinden sich Räumlichkeiten und Fassaden des insgesamt vierten Gebäudes des Zürcher Kunsthauses im Bau, doch zahlreiche ALUMNI ZHAW des Fachbereichs Arts & FRM konnten schon vor der Fertigstellung der 206 Millionen Franken teuren Erweiterung einen Blick in Zürichs neues architektonisches Highlight werfen. Einen Einblick in Highlights und Zukunftsperspektiven des Kunsthauses erhielten die Alumni an diesem Nachmittag von Chris­toph Stuehn, Leiter Verkauf und Services. «Beim Chipperfield-Bau darf sich das Publikum auf einen puristisch-eleganten Museumsbau mit internationaler Ausstrahlung freuen», sagt Stuehn. «Zusammen mit den heutigen Gebäuden entsteht noch in diesem Jahr das grösste Kunstmuseum der Schweiz – die Eröffnung wird in zwei Etappen im Frühling sowie im Herbst 2021 erfolgen.»

Neuartige Angebote
In der Erweiterung werden Kunst ab den 1960er Jahren, die drei bedeutenden Sammlungen von Emil Bührle, Werner Merzbacher und Hubert Looser sowie mittelgrosse Wechselausstellungen den Schwerpunkt bilden. Neben der zentralen, lichtdurchfluteten Eingangshalle, laut ­Stuehn ein «neuartiger, offener Ort der Kunsterfahrung», beinhaltet der Chipperfield-Bau auch einen Museumsshop sowie eine öffentliche Bar und einen mietbaren Festsaal im Erdgeschoss. Die bereits bestehenden und das neue Gebäude sind dabei durch einen unterirdischen Durchgang verbunden. «Ein Highlight der Erweiterung wird der hinter dem Bau gelegene Garten der Kunst darstellen, der ebenfalls 2021 eröffnet», erklärt Stuehn. «Er wird das Raumangebot mit einem Outdoor-Erlebnis im Grünen bereichern.»

Andreas Engel

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