Für ihr Engagement zugunsten der dualen Ausbildung hat die Stadt Zürich von der Hans Huber Stiftung und der Stiftung FH SCHWEIZ den 5. Nationalen Bildungspreis erhalten. Verliehen wurde die Auszeichnung im Haus Adeline Favre der ZHAW Winterthur. Als Partnerin mit dabei war auch die Alumni ZHAW.

Es war ein Abend in lockerer Atmosphäre und mit buntem Rahmenprogramm, bei dem die uns seit geraumer Zeit alltäglich begleitenden Gesundheitssorgen in den Hintergrund rückten. Dies, obwohl der Anlass im Haus Adeline Favre stattfand, der neuen Heimat des Departements Gesundheit der ZHAW. Dessen Direktor Andreas Gerber-Grote strich in einer kurzen Ansprache denn auch die derzeitige Bedeutung der in diesem Hause Studierenden und Alumni hervor. Nebst weiteren richtete auch ZHAW-Rektor Jean-Marc Piveteau einige Worte an das Publikum.

Hauptdarstellerin war, jedoch die Stadt Zürich. Weshalb, strich Stefan Schulthess, Präsident der Stiftung FH SCHWEIZ, in seiner Laudation hervor: «70 eigene Lehrbetriebe bilden Lernende in 50 Lehrberufen aus; von A wie Automatiker über D wie Diätköchin bis Z wie Zimmerin – Diversität pur.» Diversität bedeute in der Berufsbildung der Stadt Zürich aber auch, das grosse Wachstum der letzten Jahre zu bewältigen: Gewachsen sei nicht nur die Vielfalt der Ausbildungsberufe, sondern auch die Anzahl der Lernenden. Heute sind es 1400 – vor 20 Jahren waren es noch rund 300.

Seitens der Stadt Zürich hatten sich Stadtpräsidentin Corine Mauch und Zürichs oberster Personal- und Finanzchef, Stadtrat Daniel Leupi, persönlich in die zweitgrösste Stadt des Kantons begeben, um den mit 20'000 Franken dotierten Preis entgegenzunehmen. In ihrer Dankesrede betonte Mauch, dass sie jungen Menschen «Perspektiven für die Zukunft bieten» möchten. «Der Bildungspreis zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.»

Der Anlass, organisiert von FH SCHWEIZ mit Unterstützung der Alumni ZHAW, zeichnete sich auch durch das gelungene Rahmenprogramm aus. Für den richtigen «Puls» im Publikum sorgte der Berner Komiker «Baldrian» mit seiner «Entschleunigungs-Show». Sein Inputreferat zum Thema «Erfahrungen, die zählen» über seine Leukämie-Erkrankung, regte zum Nachdenken an und zeigte bittersüss auf, wie schwierige Lebenssituationen mit Humor besser bewältigt werden können. Ein Podium, moderiert von Claudia Sedioli, beschäftigte sich ebenfalls mit der Frage nach lehrreichen Erfahrungen. Für die würdevolle musikalische Umrahmung sorgte der preisgekrönte Jugendchor des Konservatoriums Winterthur. Ein weiteres Highlight für sich.

Und natürlich durfte am Schluss ein köstlicher Apéro riche nicht fehlen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag