Anfang Juni trafen sich acht Alumni aus drei verschiedenen Fachbereichen in Zürich und stellten nach einer Stärkung mit Sushi und japanischen Getränken ihre Fingerfertigkeit anhand der Technik des Origami unter Beweis.

Yoshi Huggler von Office Japan führte die Alumni in die Geschichte und Grundlagen der traditionellen japanischen Faltkunst ein, deren Name Programm ist: «Oru» bedeutet auf Japanisch «falten», «kami» «Papier». Viel Bewunderung erhielten denn auch die mitgebrachten Beispiele von handgeschöpftem Japanpapier mit farbenfrohen Motiven, sogenanntem Washi. Yoshi Hugglers Einführung zeigte die Entwicklung der Papierfaltkunst, die vermutlich im 7. Jahrhundert ihren Weg von China nach Japan fand, von der Verwendung im Shintoismus und für zeremonielle Rituale bis hin zu modernen Formen wie Modular Origami oder Kinetic Origami. Ein kurzer Abstecher in die Industrie führte vor Augen, wie Origami die moderne Wissenschaft und Technologie inspiriert. Es wird beispielswiese angewendet, um sperrige Objekte wie Solarpanels und Airbags zu transportieren oder zu verstauen. Unter Anleitung von Yoshi Huggler verwandelten schliesslich die Alumni quadratisches Farbpapier in immer neue Formen und Figuren. Den krönenden, für Ungeübte aber doch etwas kniffligen Abschluss bildete der berühmte Kranich. Dieser gilt als eines der ältesten bekannten Origami aus Japan und wird dort bereits von Kindergärtlern beherrscht.
Nicole Minder , Fachbereich Sprachen & Kommunikation

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